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Gemeinderatsvorlage enthüllt neue Details zur Euro-Mir
11.Juli 2026
Neue Bauunterlagen enthüllen überraschende Details zur neuen Euro-Mir.
Mehr als eine Achterbahn
Der Europa-Park plant offenbar eine deutlich größere Neugestaltung rund um die legendäre Euro-Mir als bislang bekannt. Eine aktuelle Beschlussvorlage für den Gemeinderat Rust gibt erstmals einen detaillierteren Einblick in die Dimensionen des Projekts und enthält dabei eine überraschende Information: Neben der neuen Achterbahn ist offenbar eine weitere Attraktion vorgesehen.
Bereits seit einiger Zeit steht fest, dass die bestehende Euro-Mir nach der Wintersaison 2026/2027 zurückgebaut wird. An ihrer Stelle soll bis 2028 ein neuer Weltraum-Themenbereich entstehen. Die neue Achterbahn wird dabei nicht einfach nur ein Ersatz für die bisherige Anlage, sondern Teil eines umfangreichen Gesamtkonzepts. Der nun vorliegende Bauantrag umfasst neben der Achterbahn ein neues Bahnhofsgebäude, eine Wartungshalle mit Aufzug, fünf Türme inklusive eines Gastronomieturms, ein Ausstellungsgebäude, einen Shop sowie eine neue Sanitätsstation. Besonders interessant: Die Planungen sehen außerdem einen aufwendig gestalteten Anstellbereich mit einem See vor. Damit erhält die Attraktion bereits vor der eigentlichen Fahrt eine neue Erlebniswelt und dürfte sich deutlich stärker in den Themenbereich integrieren als die bisherige Anlage.
Geheimnisvolle "Attraktion 2"
Für besonderes Aufsehen sorgt ein Detail in der Gemeinderatsvorlage. Neben den zahlreichen bekannten Bestandteilen des Projekts wird dort zusätzlich eine "Attraktion 2" aufgeführt. Bislang war öffentlich vor allem von der neuen Euro-Mir die Rede. Die zusätzliche Bezeichnung lässt jedoch darauf schließen, dass Besucher im neuen Weltraumbereich künftig mehr als nur eine Achterbahn erwarten dürfen. Welche Attraktion sich dahinter verbirgt, ist derzeit noch nicht bekannt. Der Europa-Park hat hierzu bislang keine konkreten Angaben gemacht. Möglich wären beispielsweise eine interaktive Erlebnisattraktion, ein Familienfahrgeschäft oder ein weiteres Raumfahrt-Erlebnis. Bereits im Zusammenhang mit der geplanten Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA war von zwei Attraktionen die Rede, die in einen großen Weltraum-Shop führen sollen. Die Formulierung aus dem Bauantrag liefert nun einen weiteren Hinweis darauf, dass tatsächlich ein zweites Erlebnisangebot geplant ist.
Fünf Türme und ein See
Auch bei der Gestaltung bleibt die Verbindung zur bisherigen Euro-Mir erhalten. Wie die alte Anlage wird auch die neue Achterbahn über insgesamt fünf Türme verfügen. Allerdings sollen diese künftig deutlich stärker in das Gesamterlebnis eingebunden werden. Der höchste neue Turm wird den höchsten bestehenden Turm um rund neun Meter überragen. Damit verändert sich die markante Silhouette des Bereichs sichtbar. Besonders spannend ist dabei der geplante Gastronomieturm, der einem der Türme eine zusätzliche Funktion geben könnte. Neben den Türmen entsteht ein neuer Anstellbereich mit Wasserfläche. Der See soll nicht nur als Gestaltungselement dienen, sondern dürfte auch dazu beitragen, die Wartezeit stärker als Teil der Geschichte der Attraktion zu inszenieren. Der Europa-Park setzt damit erneut auf eine immersive Gestaltung, bei der Besucher bereits vor der Fahrt in die Welt der Attraktion eintauchen.
Weltraum statt Russland
Der neue Themenbereich markiert gleichzeitig eine große Veränderung im Europa-Park. Der bisherige Russland-Bereich wird neu interpretiert und erhält mit dem Thema Raumfahrt eine völlig neue Ausrichtung. Gemeinsam mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA soll ein Bereich entstehen, der Unterhaltung mit Wissenschaft verbindet. Geplant sind unter anderem Ausstellungsflächen, interaktive Angebote und Inhalte rund um die europäische Raumfahrt. Dabei soll nicht nur die Technik im Mittelpunkt stehen. Ziel ist es, die Faszination des Weltraums insbesondere Familien und Kindern näherzubringen. Die Kooperation mit der ESA verleiht dem Projekt dabei eine besondere Bedeutung. Der Europa-Park verbindet seine Erfahrung in der Erlebnisgestaltung mit wissenschaftlichen Inhalten der europäischen Raumfahrt.
Neue Technik, bekannte Erinnerungen
Auch wenn sich der Bereich grundlegend verändern wird, sollen Elemente der bisherigen Euro-Mir erhalten bleiben. Die markanten Türme und Teile der bekannten Streckenführung werden weiterhin an die Kultachterbahn erinnern. Die ursprüngliche Euro-Mir eröffnete 1997 und gehörte über Jahrzehnte zu den bekanntesten Attraktionen des Europa-Parks. Mit ihrer ungewöhnlichen Kombination aus rotierenden Gondeln und dem markanten Spiralaufzug prägte sie das Erscheinungsbild des Parks nachhaltig. Die neue Version soll dagegen familienfreundlicher ausgelegt werden und eine breitere Zielgruppe ansprechen. Während mit Voltron Nevera weiterhin eine spektakuläre Achterbahn für Adrenalin-Fans vorhanden ist, soll die neue Euro-Mir vor allem Familien begeistern.
Viele Fragen bleiben offen
Mit der aktuellen Bauvorlage wird deutlich: Der Neubau der Euro-Mir ist weit mehr als ein einfacher Austausch einer Achterbahn. Es entsteht ein komplett neuer Themenbereich mit zusätzlicher Infrastruktur, einem gestalteten Anstellbereich mit See und offenbar mindestens einer weiteren Attraktion. Besonders die geheimnisvolle "Attraktion 2" dürfte in den kommenden Monaten für viele Spekulationen sorgen. Welche Rolle sie im neuen Weltraumbereich spielen wird, bleibt abzuwarten.
Fest steht bereits jetzt: Mit dem Euro-Mir-Neubau steht dem Europa-Park eines seiner spannendsten Projekte der kommenden Jahre bevor.